Schnabl zum Familienbonus

„Ein Bonus ist grundsätzlich ja etwas Positives, das durchaus zu begrüßen ist. Leider gilt der Familienbonus jedoch gerade für jene, die ohnehin schon damit zu kämpfen haben sich das tägliche Leben leisten zu können wenig bis gar nicht“, so Landesrat Franz Schnabl. Das sei nicht einzusehen, so der Landesparteivorsitzende der SPÖ NÖ weiter, denn gerade die Kinder der AlleinerzieherInnen, bzw. jener Menschen, die oft für Ihre Vollzeittätigkeit unterdurchschnittlich verdienen zu bestrafen, zeige wie meilenweit entfernt Schwarz-Blau von den Notwendigkeiten für Familien sei.

„Dass man Mittelverdiener entlastet – da klatsche ich Beifall, keine Frage. Dass aber Großverdiener und Millionäre ebenso profitieren sollen, während gerade jene Kleinverdiener, die – wie alle Untersuchungen zeigen – durch eine Entlastung direkt den Konsum anregen würden, durch die Finger schauen, halte ich für eine Dreistigkeit sondergleichen“, zeigt sich Schnabl enttäuscht über eine weitere vertane Chance der Bundesregierung tatsächlich gerechte Familienpolitik zu leben. So lange es keine Mehrheit für eine Millionärssteuer gäbe, solle – so der Vorschlag Schnabls – ab der Höchstbemessungsgrundlage der Bonus fallen, im Gegenzug dafür für Familien, die unter 1.750 Euro verdienen der volle Familienbonus als Negativsteuer angerechnet werden.

„Das wäre ein Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft“, so Landesrat Schnabl. Grundsätzlich solle das Credo ‚Jedes Kind muss gleich viel wert sein‘ auch für den Nachwuchs von Millionären gelten, allerdings erst ab jenem Zeitpunkt, ab dem die Steuerschonung ein Ende habe, findet er abschließend klare Worte für die langjährige Forderung einer Millionärssteuer.