Die Jobwerkstatt in Gänserndorf wird geschlossen

Die ÖVP/ FPÖ Budgetbeschlüsse im Nationalrat Ende April 2018 für die Jahre 2018/2019 zeigen bereits negative Auswirkungen im Bezirk Gänserndorf. Bei der Beschlussfassung wurde noch von den Regierungsvertretern „versprochen“ nur im System zu sparen und nicht bei den Menschen. Diese Aussage wird durch die Schließung des Projektes „Jobwerkstatt Gänserndorf“ verworfen. Das dafür notwendige AMS Budget wurde gestrichen und ein NÖ – Nachfolgemodell wurde für frühestens Jänner 2019 in Aussicht gestellt. Ob und in welchem Umfang diese Unterstützungsleistung erfolgen soll, ist derzeit nicht bekannt!

In NÖ gibt es vier Jobwerkstätten (Gänserndorf, Traiskirchen, Wr. Neustadt, Ternitz) und “diese Schließungen sind schwere Fehler und treffen Jugendliche in unserer Region” stellt der NR Abg. Rudolf Plessl und die SPÖ Gänserndorf Vorsitzende und Stadträtin Ulrike Cap fest. Durch die Streichung der Budgetmittel für die Jobwerkstatt Gänserndorf können ab September 2018 keine Jugendliche mehr aufgenommen werden. Bisher standen 32 Ausbildungsplätze für Jugendliche (sechs bis ca. 12 Monate) zur Verfügung. Diese jungen Menschen wurden / werden von acht Trainern auf ihre Schulabschluss-, Lehr- oder Gesellenprüfung, etc. hervorragend sozialpädagogisch vorbereitet. Seit Dezember 2014 wurden ca. 200 Jugendlichen die Möglichkeit gegeben mit speziellen, individuellen und persönlichen Beratungsgesprächen auf ihren weiteren Berufsweg vorbereitet zu werden. Eine beachtliche Vermittlungsrate von ca. 40% zeigt von der Wichtigkeit dieser Unterstützungsmaßnahme und dem außerordentlichen Engagement der Pädagogen.
Die Stadträtin Ulrike Cap informierte, dass die Stadtgemeinde Gänserndorf dieses Projekt finanziell unterstützt und einige Projekte mit der Jobwerkstatt gemeinsam umgesetzt wurden, wie etwa die Sanierung „Ganslsteg“, bemalen der „Gänse“ oder die Erstellung des „Gänserndorfkistl`s“. Diese Projekte schaffen eine Gemeinschaft, Anerkennung und die jungen Menschen konnten für unsere Stadt einen Beitrag leisten.

“Einige Jugendliche in unserem Bezirk / Region benötigen diese spezielle Unterstützung und Hilfeleistung um in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen. Durch die Streichung dieser Budgetgelder werden die zukünftigen Berufschancen einiger jungen Menschen in unserer Region verschlechtert und dafür stehen wir nicht”, teilte NR Abg. Plessl abschließend mit.