ÖVP/FPÖ für Abschaffung der Jugendvertrauensräte

„Die schwarz-blaue Bundesregierung greift die Rechte der ArbeitnehmerInnen von allen Ecken her an! Mit der sogenannten „Flexibilisierung“ der Arbeitszeit kommt es mit der de facto Einführung des 12-Stunden-Tages zum größten Rückschritt seit dem 19. Jahrhundert. Die ArbeitnehmerInnen verlieren wohlverdiente Freizeit und gleichzeitig auch noch sauer verdientes Geld! Denn dass die angebliche ‚Freiwilligkeit‘ bloß eine Farce ist, gibt ja sogar die Sozialministerin schon zu, wenn sie davon spricht, es dürfe ‚keine Justament-Standpunkte‘ der Arbeitnehmer geben, sondern diese müssten eine Ablehnung begründen“, so SPNÖ-Landtagsmandatar Hannes Weninger.

„Gleichzeitig beginnt Schwarz-Blau aber auch schon, die Vertretungsrechte von ArbeitnehmerInnen auszuhöhlen. Den Anfang scheinen die Jugendlichen zu machen, denn die Bundesregierung nimmt ihnen mit der geplanten Abschaffung des Jugendvertrauensrates ihre wichtigste Vertretungsmöglichkeit! Wir haben deshalb in der jüngsten Budgetdebatte eine Initiative für die Beibehaltung des Jugendvertrauensrates gestartet, die aber leider, wie zu erwarten war, auch im Landtag an Schwarz-Blau gescheitert ist“, so Weninger. „Junge Leute, die sich in den Betrieben für die Interessen der gleichaltrigen KollegInnen einsetzen, sollten vielmehr gefördert und nicht beseitigt werden! Wenn die Regierung das durchbringt, kann es sein, dass manche Jugendliche während ihrer ganzen Lehrzeit nicht ein einziges Mal wählen dürfen, denn Betriebsratswahlen finden nur alle fünf Jahre statt“, kritisiert Weninger: „Die ArbeitnehmerInnenrechte werden eingeschränkt, die Vertretungsmöglichkeiten ausgedünnt und die Sozialleistungen gekürzt, während gleichzeitig Konzernen und Reichen ein Geschenk nach dem anderen gemacht wird. Statt der vollmundigen Wahlkampfversprechen kommt immer mehr das wahre Gesicht der schwarz-blauen Regierung zum Vorschein!“