Erfolgsmodell “Aktion 20.000” wieder einführen!

Eine der ersten Maßnahmen der Kurz/Strache-Regierung war das überfallsartige Streichen der erfolgreichen Aktion 20.000, die Langzeitarbeitslosen wieder echte Perspektiven im Leben gab. Sie war so erfolgreich, dass nach Luxemburg nun auch Deutschland dieses Modell übernimmt. SPÖ-Parteivorsitzender Christian Kern fordert, die Aktion 20.000 „auch in Österreich so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.

100 Euro kostete den Staat das Projekt pro Monat. 100 Euro für jeden langzeitarbeitslosen Menschen über 50 Jahre, dem damit endlich wieder Würde, Respekt und Perspektiven im Leben zurückzugeben wurden. Die Bilanz der Aktion 20.000 zeigt: In allen Modellregionen sank die Arbeitslosigkeit der über 50-Jährigen erstmals seit vielen Jahren wieder. Das Projekt war ein echtes SPÖ-Erfolgsmodell. Und darum wurde es von der schwarz-blauen Regierung als eine der ersten Maßnahmen wider jede Logik gestrichen.

Nach Luxemburg übernimmt jetzt Deutschland das Erfolgsmodell

Luxemburg hatte das Modell schon übernommen, nun wird es flächendeckend in Deutschland eingeführt. „Bei der Aktion 20.000 ging es um 20.000 Mal Zukunftsperspektive, Respekt und Würde“, sagt Kern. „Wir sollten die Einführung in Deutschland zum Anlass nehmen, die Aktion 20.000 auch in Österreich so schnell wie möglich wieder aufzunehmen“, fordert der SPÖ-Parteivorsitzende.

Perspektiven für 150.000 Menschen

Nach österreichischem Vorbild will die schwarz-rote Regierung in Deutschland 150.000 Langzeitarbeitslosen – also Hartz IV-EmpfängerInnen – zu Jobs samt Sozialversicherung verhelfen. Wer einen langjährigen Hartz IV-Bezieher beschäftigt, bekommt vom Staat ab 2019 einen Lohnkostenzuschuss. Die Förderung läuft bis zu fünf Jahre: In den beiden ersten Jahren werden 100 Prozent gefördert, dann sinkt der Zuschuss Jahr für Jahr um zehn Prozent. Die Förderung orientiert sich dabei am Mindestlohn und nicht am ortsüblichen Tariflohn (Kollektivvertrag). Österreich ging mit der Aktion 20.000 damals einen Schritt weiter. Bis zu zwei Jahre lang hat die öffentliche Hand kollektivvertragliche Lohnkosten zu 100 Prozent gefördert.