Thomas Drozda ist neuer Bundesgeschäftsführer

Thomas Drozda übernimmt die Führung der SPÖ-Zentrale und folgt Max Lercher in der Löwelstraße nach. Er will das Profil der Partei weiter schärfen und mit dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit die „positive Alternative zur schwarz-blauen Regierung” sein.

Der einstimmige Beschluss des Parteivorstandes für Pamela Rendi-Wagner ist für Thomas Drozda ein „großer Schritt für die Sozialdemokratie“, denn nun steht „das erste Mal in 130 Jahren eine starke Frau an der Spitze. Ich freue mich sehr über die Entscheidung“, sagt Drozda. Mit Pamela Rendi-Wagner übernimmt eine erfahrene Gesundheits- und Sozialpolitikerin die Parteiführung, „die auch Teamfähigkeit hat und diese jetzt unter Beweis stellen wird“, ist Drozda überzeugt.

Profil schärfen

Nun muss es darum gehen, das Profil der SPÖ weiter zu schärfen. Vor allem in den für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten zentralen Themen: soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, fairer Zugang zu Bildung, Gesundheit, Arbeitsmarkt und leistbarem Wohnen, verbunden mit einem fairen Leistungsbegriff. „Wir müssen den Weg gemeinsamer Diskussionen von inhaltlichen Themen gehen und dann diese Themen, die wir uns erarbeitet haben, nach außen tragen“, sagt Drozda.

Klare Antworten geben

Denn die Werte der Sozialdemokratie sind seit 130 Jahren richtig, ist Drozda überzeugt. Ziel unserer Partei muss es sein, diese Werte „im 21. Jahrhundert auch unter globalen Wettbewerbsbedingungen neu zu definieren.“ Und das geht nur in einem gemeinsamen Europa, denn für die globalen Herausforderungen braucht es gemeinsame europäische Lösungen und Antworten.

Das neue Grundsatzprogramm sei „eine hervorragende Grundlage“ für die weitere Arbeit. Es muss gelingen, „klare, alternative Konzepte zu dem aufzuzeigen, was die Regierung uns tagtäglich zeigt“, stellt Drozda klar. Die Alternative zu einer Regierung sein, die erfolgreiche Job-Programme wie die Aktion 20. 000 einfach abschafft und eine Arbeitszeitverlängerung beschließt, ohne Befassung der Gewerkschaften und ohne Diskussion im Parlament. Sich zu wehren, wenn der Innenminister die Pressefreiheit und damit „ein Fundament unserer demokratischen Republik“ angreift.

Die positive Alternative zu Schwarz-Blau

„Zu all dem stellen wir eine klare Alternative dar und diese klare, positive Alternative wird durch die neue Parteivorsitzende symbolisiert“, sagt Drozda. Die Sozialdemokratie steht vor großen Herausforderungen und „wir stellen uns diesen Herausforderungen“, betont Drozda. „Dort, wo es Probleme gibt, werden wir sie benennen und Lösungen anbieten“, stellt der neue Bundesgeschäftsführer klar.