Burghardt: VP enteignet ganz Süd

VP-Bürgermeister Lobner betreibt derzeit Angstmache ganz im Stile der schwarz-blauen Bundesregierung: In einem reißerischen Brief an die Bevölkerung warnte dieser vor unkontrolliertem Zuzug, um vor der Gemeinderatssitzung für seinen Dringlichkeitsantrag „Bausperre Gänserndorf Süd“ zu werben. „Hier wird absichtlich Panikmache betrieben um politisches Kleingeld zu machen,“ so SP-Fraktionsvorsitzender Florian Burghardt. Und Burghardt weiter: „Die Argumentation der fehlenden Infrastruktur ist haltlos, im Vorjahr wurde erst eine Volksschule im Stadtteil eröffnet, es gibt einen Nahversorger und auch an Kindergärten mangelt es nicht“.

Für die SPÖ Gänserndorf stellt sich auch die Frage: Wenn Lobner das Thema des unkontrollierten Zuzugs so wichtig ist, warum hat er in den vergangenen vier Jahren nichts dagegen unternommen? Burghardt wirft dem Stadtchef hier politisches Kalkül vor: „Der Antrag wurde einen Tag vor der Sitzung an uns übermittelt, jedoch wurde bereits viel früher ein Schreiben an die Bevölkerung aufgesetzt und eine Mitteilung an die Presse gesendet. Warum wurde nicht gleich mit allen Fraktionen über das angebliche Problem
gesprochen?“ Die geplante komplette Bausperre in Gänserndorf Süd enteignet alle Grundbesitzer und „die normalen Häuslbauer müssen in Zukunft beim Bürgermeister um Erlaubnis betteln “.

Der SP-Fraktionschef verurteilt die Vorgehensweise des VP-Bürgermeisters klar: „Diese Drüberfahr-Politk zeigt, dass in Wahlkampfzeiten anscheinend keine Fairness und Gesprächskultur gelten“ und fordert weiter „wenn Lobner dieses Thema wirklich am Herzen liegt und er konstruktiv eine gemeinsame Lösung finden will, dann sollte er mit allen Fraktionen zusammen einen Konsens suchen. Reißerische Anlasspolitik wie diese hilft unseren Bürgerinnen und Bürgern auf keinen Fall“.