NÖ braucht leistbaren Öffentlichen Verkehr

„Wenn das Bekenntnis zum Öffentlichen Verkehr in Niederösterreich nicht nur eine leere Worthülse bleiben soll, dann hat man den Teuerungen des Verkehrsverbundes Ostregion schleunigst mit attraktivierenden Maßnahmen entgegenzutreten“, reagiert LHStv. Franz Schnabl auf die Untätigkeit der ÖVP NÖ, welche unwidersprochen eine Preissteigerung von durchschnittlich zwei Prozent einfach zur Kenntnis nimmt.

Es werde deutlich, so Schnabl, dass hier vollkommen planlos agiert wird und wenig Wille vorhanden ist, etwas gegen den Individual- und für den Öffentlichen Verkehr zu tun: „Um gegen den Klimawandel entschieden anzukämpfen, werden wir nicht drum herumkommen, die Menschen für öffentliche Verkehrsmittel zu begeistern – und hierzu benötigt es Konzepte. Das Wehren gegen ein 365-Euro-Jahresticket – und die damit verbundene Entlastung für PendlerInnen – kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.“

Schnabl plädiert an die Vernunft der handelnden Politik zu erkennen, dass es die Aufgabe sei, Infrastruktur und gesetzliche Bedingungen zu schaffen, die es den BürgerInnen erlauben, möglichst rasch, günstig und sicher von A nach B zu kommen. Er wiederholt dabei die Grundsätze, die er am Rande VerkehrsreferentInnenkonferenz, die unlängst stattfand, festgestellt hat: „Neben der Leistbarkeit, spielen auch die Wohnortnähe und die Sicherheit eine zentrale Rolle. Diese zentralen Säulen, in Verbindung mit einer optimalen Taktung und dem Ausbau von Park- & Ride-Anlagen sowie Rad- und Fußwegen, sollen in einem Gesamtkonzept münden, damit es uns nachhaltig und zukunftsorientiert gelingt, mit dem Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel aktiven Umwelt- und Klimaschutz zu betreiben. Es ist hierbei lediglich eine Frage der Priorisierung. Alle in Verantwortung stehenden PolitikerInnen sind gefordert, einzulenken und sich endlich mit diesem so wichtigen Thema zu beschäftigen.“